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Einsatzübung von Zügen der KFB3

Verpuffung in Labor löst Großeinsatz aus

Wehrbleck (ah) Die Fachzüge 1 und 3 der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 sahen sich am Mittwochabend auf dem Gelände der FTZ Wehrbleck einer anspruchsvollen Einsatzlage gegenüber. In der Firma "Feuerwehrtechnisches Zubehör" ereignete sich in einem Labor bei Experimenten eine Verpuffung, ein Mitarbeiter wurde vermisst. Ein auf der Bundesstrape 214 vorbeikommender Busfahrer wurde durch den Feuerschein derart abgelenkt, dass er einen auf einem unbeschrankten Bahnübergang einen Kesselwagen rammte der leck schlug.
Für die mehr als 70 Einsatzkräfte unter der Leitung von Bereitschaftsführer Rolf Gatzemeier (Ortsfeuerwehr Diepholz) sowie seinem Stellvertreter Holger Jahn (Ortsfeuerwehr Rehden) begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Löschwasserversorgung aufgebaut wurde, machten sich die ersten zwei Trupps unter schwerem Atemschutz auf die Suche nach dem Mitarbeiter der sich im Obergeschoss eines Turmes in 30 Metern Höhe aufgehalten hat.
Mit Messgeräten wurden während der Erkundungsphase verschiedene Gefahrstoffe u.a. auch radioaktive gefunden. Der Mitarbeiter konnte verletzt gerettet und der Brandherd gelöscht werden.

Parallel liefen an der zweiten Einsatzstelle die Maßnahmen zur Erkundung des beschädigten Kesselwagens an. Hier stellen ebenfalls mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps fest, dass der auslaufende Stoff keine weitere Gefahr für die Einsatzkräfte und die Umwelt darstellt, so dass das Leck geschlossen wurde. Nach Abschluss der ersten Maßnahmen wurden diese in einem speziellen Zelt fachgerecht dekontaminiert

Die Schwerpunkte der rund 1 1/2 stündigen Übungen lagen u.a. im Bereich der Kommunikation der Einsatzkräfte mit der Führungsgruppe die für die Abwicklung des Funkverkehrs und der Dokumentation verantwortlich ist, sowie dem massiven Einsatz von Atemschutzgeräteträgern, die sich erschwerten Bedingungen wie die Höhe des Turms und der fast vollständigen Dunkelheit gegenüber sahen. Auch das Führen der Lagekarte für eine visuelle Übersicht der der sich stetig ändernden Einsatzlage sollte geübt werden.

Während der abschießenden Manöverkritik zeigten sich Rolf Gatzemeier, Holger Jahn als auch die Zugführer sehr zufrieden mit dem Einsatzablauf der den guten Ausbildungsstand der Feuerwehrfrauen und Männer aus den zur Bereitschaft gehörenden Ortsfeuerwehren, u.a. aus Aldorf, Barnstorf, Barenburg, Cornau, Dickel, Diepholz, Dreeke, Drentwede, Rehden, Wagenfeld wiederspiegelt.